lovingtailwind - Abenteuer zwischen Meer, Wald und Schotterwegen

Wenn Wege zu Reisen werden Mit dem Rad nach Kroatien Tag 5 – Parenzana, Buje und Buzet

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Die Sonne glitzert über Umag, doch mein Herz zieht mich ins Landesinnere – hinein in Schotterwege, dunkle Tunnel, Geschichten alter Dörfer und eine Begegnung, die mich zum Lächeln bringt. Heute zeigt mir die Parenzana, dass Abenteuer oft dort beginnen, wo das Meer endet. 🚴‍♂️✨

Mit dem Rad nach Kroatien Tag 5 – Parenzana, Buje und Buzet

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Mit dem Rad nach Kroatien Tag 5 beginnt bittersüß: Umag liegt noch warm im Rückspiegel, aber mein Kopf zieht ins Landesinnere. Der Parenzana Radweg ruft – mit Schotter, Tunneln und Begegnungen. Die Buje Altstadt fühlt sich an wie eine Zeitkapsel… und Buzet wartet oben. Richtig oben.

Staubig, steil – und trotzdem genau die richtige Entscheidung

Die Etappe von Umag nach Buzet war anstrengend, staubig, steil – und trotzdem genau die richtige Entscheidung. Die Parenzana schenkte mir Geschichte, Begegnungen und magische Tunnelmomente; Buje bot Ruhe und warme Geschichten; und der letzte harte Anstieg nach Buzet zeigte mir erneut, wie viel Stärke in mir steckt. Dieser Weg war eine gute Idee, weil er mich nicht nur weiterbrachte – sondern mir bewies, dass echte Abenteuer oft hinter den schwierigsten Kilometern warten.
von Umag nach Buzet
von Umag nach Buzet

✨ Besonderheit des Tages

Die unerwartete Begegnung mit der Wanderin, die ich an der Grenze traf und auf der Parenzana wieder sah – zwei Wege, zwei Geschwindigkeiten, ein gemeinsamer Moment, der zeigte, wie klein die Welt unterwegs manchmal wird. 🚴‍♂️

Manchmal begegnet dir ein Mensch zweimal auf völlig verschiedenen Wegen – und genau dann merkst du, wie schön es ist, unterwegs nicht ganz allein zu sein

🌊 Ein bittersüßer Abschied am Meer – und der Ruf der Parenzana 🌄

Der Morgen in Umag beginnt mit einem dieser Gefühle, die man nicht so richtig einordnen kann. Das Hotel hat eigentlich alles, was man will: Meerblick, Pool, Liegestühle, Terrassen, Sitzplätze für jede Stimmung, und diesen Sonnenuntergang, der am Vorabend den Himmel in Gold getaucht hat. Und doch: Ich habe nicht gut geschlafen. Irgendwas war unruhig in mir. Vielleicht das Essen, das mal wieder eher eine Enttäuschung als eine Belohnung gewesen ist. Vielleicht die innere Unruhe, die mich weiter ins Landesinnere zieht, weg vom Meer, hinein ins Abenteuer. Heute steht nur ein Gedanke im Fokus: Parenzana. Die alte Eisenbahnstrecke, die heute ein Paradies für Radfahrer ist. Sie soll mich über Hügel, durch Tunnel, über Schotter und durch Dörfer nach Buzet führen – einem Ort, der hoch oben thront wie eine Burg aus vergangenen Zeiten. Der erste Tritt ins Pedal fühlt sich noch schwer an. Der zweite ist besser. Der dritte: vertraut. Und schon rolle ich los – bereit für einen Tag, der mir mehr schenken wird, als ich ahne. 😊

von Umag nach Buzet

Umag Fahrradreise – Blick vom Turm Richtung Adria

🚴 Schotter, Schatten & Begegnungen – Die Parenzana erzählt Geschichten ✨

3Der Einstieg in die Strecke ist genau so, wie ich es mir gewünscht habe: Schotter, wohin das Auge blickt. Manch einer würde sagen: „Das ist doch kein Traum!“ – aber für mich ist es das. Denn rechts öffnet sich ein tiefes grünes Tal, links steigen Berge in die Höhe, und der Wind spielt mit dem Staub, der hinter meinen Reifen tanzt. Ich stelle mir vor, wie früher die Züge hier entlanggerumpelt sind, dampfend, schwer, schnaufend, durch Tunnel und über Brücken. Heute rumpelt nur mein Rad – und zwar mit Herz. 😄 Die Tunnel sind ein Abenteuer für sich. Manche beleuchtet, andere so schwarz, dass sie Licht einfach verschlucken. Mein Licht ist eher ein besserer Teelichtversuch. Bei jedem dunklen Tunnel denke ich: „Wenn hier gleich eine Kurve kommt, war’s das.“ 😅 Aber ich rolle durch. Irgendwie geht es immer weiter. Und dann passiert etwas, das mich zum Lächeln bringt: Gestern traf ich an der Grenze eine Wanderin. Sie zu Fuß, ich auf dem Rad. Heute, mitten auf der Parenzana – da steht sie wieder. Ich schaue aufs Navi. Nein. Ich habe mich nicht verfahren. Aber vielleicht ist das Schicksal. Oder einfach ein Beispiel dafür, dass Wege sich kreuzen, egal wie unterschiedlich sie sind. Wir laufen und fahren eine Weile zusammen, reden, lachen – für einen Moment fühlt es sich an, als wäre die Welt ganz klein.

von Umag nach Buzet
von Umag nach Buzet

Buje Altstadt – Ein Profi-Fotograf

⛪ Buje & seine Geschichten – Ein Dorf wie eine Zeitkapsel 🕰️

Schließlich erreichen wir Buje, ein kleines Dorf auf einem Hügel, mit Gassen, die aussehen, als wäre hier die Zeit stehen geblieben. Die Altstadt ist malerisch, sonnendurchflutet, voller kleiner Türen und schiefer Steinmauern. Wir legen eine Pause ein und trinken etwas zusammen. Einfach sitzen. Einfach atmen. Ein älterer Herr ist bei einem alten Turm postiert, und sobald wir uns nähern, beginnt er zu erzählen. Mit funkelnden Augen, mit Händen, die in der Luft Geschichte malen. Er spricht über frühere Zeiten, über Kriege, über Nachbarschaften, die sich verändert haben, über die Bahnstrecke, die einst das Leben hier bestimmt hat. Ich merke, wie sehr er dafür brennt. Wie er jeden Satz lebt. Und ich fühle mich für einen Moment, als wäre ich selbst Teil seiner Geschichte. Solche Begegnungen sind selten – und genau deshalb bleiben sie. Irgendwann verabschieden wir uns. Sie geht ihren Weg, ich meinen. Wir lachen: „Vielleicht treffen wir uns morgen wieder.“ Und im Hinterkopf denke ich: Warum eigentlich nicht? 😉

von Umag nach Buzet
von Umag nach Buzet

Buzet Istrien – Kaffeepause mit Weitblick

von Umag nach Buzet

🧗 Der Kampf nach Buzet – 600 Höhenmeter und eine Blumenkohlsuppe 😂

Zurück auf der Parenzana rauschen mir viele Radfahrer entgegen. Man nickt sich zu, ein stiller Gruß unter Menschen, die wissen, was Beine leisten müssen. Für mich geht’s bergab – herrlich. Für sie bergauf – ich fühle mit ihnen, wirklich. Doch irgendwann ist Schluss mit Genuss: Buzet liegt hoch oben. Richtig hoch. Und wenn man dort schlafen will, muss man eben hinauf. Kein Wenn, kein Aber. Ich fluche. Ich schiebe. Ich keuche. 600 Höhenmeter, 30 Kilometer Umweg, ein Berg, der immer nur sagt: „Noch ein Stück. Ein kleines.“ Meine Beine schreien. Meine Schultern brennen. Aber irgendwann – stehe ich oben. Buzet ist ruhig, klein, fast ein wenig verschlafen. Ein Dorf, das wirkt, als würde es in Zeitlupe leben. Ich finde ein Café, das gleichzeitig Restaurant und Cocktailbar ist – in solchen Orten ist das ganz normal. 😄 Ich setze mich, bestelle einen Kaffee und lasse meinen Blick weit ins Land schweifen. Es ist ruhig. Es tut gut. Am Abend hat nur ein einziges Restaurant geöffnet. Die Auswahl ist… überschaubar. Ich lande bei einer Blumenkohlsuppe. Nicht mein Traum, aber sie wärmt. Sie ist… Suppe. Aber sie ist meine Suppe. Und damit irgendwie ein kleiner Sieg.

Mit dem Rad nach Kroatien Tag 5

Parenzana Radweg – Tag 5 war Parenzana pur: Staub in den Zähnen, Geschichten am Wegesrand und ein Anstieg, der sich nicht für meine Stimmung interessiert. Buzet oben, ich unten – bis wir uns treffen. Weiter zu Tag 6?

Wissenswertes:

Die Parenzana war früher eine Schmalspurbahn zwischen Triest und Poreč. Heute ist sie einer der bekanntesten Radwege Istriens: Schotterpisten, Viadukte, Tunnel und viel Geschichte – ideal für Bikepacking, aber mit einem kleinen Abenteuerfaktor. Mehr Infos findest du hier: Parenzana Radweg in Istrien – istria-bike.com.

Der Radfahrer spürt es schon beim Aufsitzen: Etwas hat sich verändert. Er weiß nicht genau wann, vielleicht schleichend über die letzten Tage, vielleicht in einem einzigen Moment – doch heute fühlt er sich offener. Früher war er still unterwegs, in sich gekehrt, nur er und sein Rad. Doch heute hebt er die Hand, grüßt andere Radfahrer. Erst zaghaft, dann immer selbstverständlicher. Und zu seiner Überraschung: Sie grüßen zurück. Mit einem breiten Lächeln, manchmal mit einem fröhlichen „Hallo“. Diese kleinen Gesten treffen ihn tiefer, als er gedacht hätte. Ein Gruß, eigentlich nur ein Sekundenbruchteil, wird zu einem Beweis, dass er dazugehört. Dass er Teil einer Gemeinschaft ist, größer als er selbst. Auf dem Weg kommt er ins Gespräch – mit Reisenden, die wie er mit Taschen unterwegs sind, mit Urlaubern, die neugierig fragen, und mit Einheimischen, die ihm Tipps geben oder einfach nur ihre Freundlichkeit teilen. Der Radfahrer spürt: Er wird gesehen. Nicht als Fremder, nicht als einer, der nur durchzieht, sondern als Mensch, der etwas wagt. Besonders oft bleibt der Blick der Menschen an seinem roten MTB hängen. Es wird bewundert, nicht trotz, sondern gerade wegen seiner Schlichtheit. Nur wenige Taschen hängen daran, und doch trägt es alles, was nötig ist. Die Kratzer am Rahmen, Spuren vergangener Etappen, werden nicht als Makel gesehen, sondern als Beweise seiner Geschichte. „Dieses Rad hat schon einiges erlebt“, hört er, und er nickt. Ja, das stimmt. Es hat gelitten, gekämpft, getragen – und es sieht immer noch großartig aus. Er spürt Stolz, nicht nur auf sich, sondern auf dieses Zusammenspiel. Rad und Fahrer, beide nicht perfekt, beide gezeichnet, aber beide leistungsstark. Gemeinsam meistern sie Steigungen, Schotter, Regen und Sonne. Gemeinsam sind sie mehr, als sie alleine je sein könnten. All diese Begegnungen, diese Lächeln, diese Blicke erfüllen ihn mit einer Wärme, die er lange vermisst hat. Es ist, als würde sein Herz leichter, als würde jede freundliche Geste ein kleines Gewicht von seinen Schultern nehmen. Er fühlt Freude, echte Freude. Und mit ihr kommt Zuversicht. Als er an diesem Abend sein Rad abstellt, überkommt ihn eine Dankbarkeit, die ihn fast überrascht. Dankbarkeit für das, was er erlebt hat, für die Menschen, die ihm begegnet sind, für die Stärke, die in ihm selbst gewachsen ist. Heute weiß er: Er trägt nicht nur sich selbst und sein Rad die Berge hinauf. Er wird getragen – von Begegnungen, von Offenheit, von einer neuen inneren Haltung. Und so schläft er ein mit dem Gefühl, dass die kommenden Wege, egal wie schwer, voller positiver Emotionen sein werden.

So sah die Tour wirklich aus

Wer hier eigentlich unterwegs ist

Ich bin Sascha – der Kopf hinter lovingtailwind und der Typ,
der lieber mit Gegenwind als mit Stillstand lebt. Wenn ich nicht
gerade im Büro sitze, rolle ich irgendwo zwischen Ostsee, Harz
und „mal schauen, wo ich heute lande“ durchs Leben.

Auf lovingtailwind erzähle ich von den Momenten dazwischen:
vom Fluchen am Berg, vom Lachen im Regen, von kleinen Zufallsbegegnungen
und von diesem Gefühl, dass draußen alles ein bisschen leichter wird.
Wenn du solche Geschichten magst, bist du hier genau richtig.

  • 🚴 Liebt Touren, bei denen der Plan unterwegs entsteht.
  • 🌊 Fühlt sich am Meer genauso zuhause wie im Harz.
  • ☕ Glaubt, dass gute Geschichten mit Kaffee besser werden.

Mein Mountainbike läuft auf Muskelkraft – der Blogger dahinter auf Kaffee. ❤️

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