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Wenn Wege zu Reisen werden Mit dem Rad nach Kroatien Tag 2 – Sonne, Staub und Neuanfang

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Die Sonne glitzert über dem See von Bled, doch in mir schwingen noch die Schatten des Vortags: glühende Bremsen, Durst, Chaos. Heute wartet eine ruhigere Etappe – dachte ich. Doch zwischen Staub, Städten und Panzerband zeigt sich: Auch leichtere Tage können großartig herausfordernd sein. 🚴‍♂️✨

Mit dem Rad nach Kroatien Tag 2 – Sonne, Staub und Neuanfang

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Mit dem Rad nach Kroatien Tag 2 beginnt friedlich: Sonne über dem See von Bled, ruhige Beine und der Plan, es heute langsamer anzugehen. Doch zwischen Staub, Verkehr und vorsichtigen Abfahrten zeigt sich schnell, dass auch dieser Tag seine eigenen Prüfungen bereithält.

Warum diese Strecke die beste Entscheidung war

Manchmal zeigt erst eine ruhiger wirkende Etappe, wie gut es ist, ihr zu folgen. Die Strecke von Bled nach Ljubljana war nicht spektakulär im klassischen Sinn – aber sie war genau das, was ich nach dem Chaos des Vortags brauchte: sanfte Sonne, entspannte Abschnitte, kleine Cafés, großartige Aussichten und genug Zeit, um Vertrauen in meine halb kaputten Bremsen und in mich selbst zurückzugewinnen. Dieser Weg war eine gute Idee, weil er mir Ruhe schenkte, ohne die Magie des Abenteuers zu verlieren.

Von Bled nach Ljubljana
Von Bled nach Ljubljana

✨ Besonderheit des Tages

Die provisorisch geflickte Satteltasche aus Panzerband – jedes „Klack-klack“ gegen den Reifen war eine Erinnerung daran, wie zerbrechlich Abenteuer sein können und wie viel Mut in Improvisation steckt. 🚴‍♂️

Manchmal hält nicht die Ausrüstung das Abenteuer zusammen, sondern der Mut, mit Panzerband, Hoffnung und einem Lächeln einfach weiterzufahren.

Sonnenseiten und Schattenspiele – Ein Morgen, der nach Abenteuer duftet

Der neue Tag beginnt in Bled – und ich schwöre, dieser Ort sieht morgens aus, als hätte jemand einen Filter über die Welt gelegt. Die Sonne schiebt sich über die Berge und spiegelt sich im See, der so ruhig daliegt, dass ich mich frage, ob ich überhaupt weiterfahren sollte oder einfach einziehen könnte. Aber nein – heute geht’s Richtung Ljubljana. Also rolle ich los, begleitet von 25 Grad, perfektem Licht und diesem Gefühl von „Okay, heute wird’s entspannter.“ Zumindest denke ich das. 😅 Meine Beine sind schwer vom Vortag, aber sie funktionieren. Und heute habe ich mir etwas fest vorgenommen: langsamer fahren. Nicht, weil ich keine Lust habe, sondern weil meine Knie gestern fast einen Antrag auf Frühverrentung gestellt hätten. Die App zeigt nur moderate Anstiege – ein Traum. Nach dem Höllentag zuvor klingt das nach einer Wohltat. Etwa auf halbem Weg erreiche ich Kranj. Ein kleines, gemütliches Dorf, das aussieht, als wäre es extra gestriegelt worden, um mich zu empfangen. Ich setze mich in ein Café, Sonne ins Gesicht, Kaffee in der Hand – und für einen Moment vergesse ich alles. Die kaputten Bremsen, die heißen Abfahrten, die Schmerzen. Es fühlt sich an wie Urlaub. ☕ Naja… streng genommen ist es Urlaub. Und ich lächle. Doch dann, ganz hinten im Kopf, meldet sich dieses winzige, nervige Gefühl: Angst. Gestern haben meine Bremsen fast versagt. Normalerweise liebe ich schnelle Abfahrten – 50 km/h, manchmal 60, Adrenalin pur. Heute jedoch? Heute rolle ich wie ein Rentner ohne Eile. Bei 35 km/h fange ich schon an zu bremsen. Meine Hinterradbremse ist tot, die Vorderradbremse nur noch ein halber Held. Und der Gedanke daran, was passiert, wenn auch sie versagt… Uff. Ein Schauer läuft mir den Rücken hinunter. 🥶.

Von Bled nach Ljubljana

Bled Ljubljana Fahrrad – Ist das noch Slowenien?

Zwischen Staub, Schweiß und LKWs: Konzentration statt Leichtigkeit

Die Strecke selbst ist wunderschön – aber eben nicht nur das. Es gibt diese Abschnitte, die mein Herz schneller schlagen lassen, und nicht auf die gute Art. Die Hauptstraßen sind das Problem: LKW donnern mit einem halben Meter Abstand an mir vorbei, als sei ich ein Straßenaufkleber. Zebrastreifen scheinen hier eher dekorativ zu sein. Ich fahre angespannt, blicke ständig in den Rückspiegel und hoffe, dass heute niemand schlecht gefrühstückt hat. Dann wieder kleinere Abfahrten. Kurz, aber steil. Ich bremse, das Vorderrad blockiert, das Hinterrad rollt weiter fröhlich vor sich hin – eine Art ungewollter Tanz, den ich nicht umgebeten habe. Nach dem dritten Beinahe-Kunststück gebe ich es auf und schiebe lieber. Fußgänger schauen irritiert, aber ich denke nur: „Lieber komisch aussehen als im Straßengraben liegen.“ 😅 Kurz darauf rauschen Mountainbiker an mir vorbei, hüllen mich in eine Wolke aus Staub, und ich huste wie ein alter Diesel. Dennoch: Zwischen all dem Stress liegen diese magischen Momente. Ein Blick auf die Berge, die mal bedrohlich wirken, mal friedlich wie alte Freunde. Sonne, die durch Blätter fällt. Ein kleines Dorf, das aus dem Nichts auftaucht. Und immer wieder dieses Gefühl: „Trotz allem – das hier lohnt sich.“ Doch ich merke, dass meine Kraft heute schneller schwindet. Vielleicht die Hitze. Vielleicht die gestrigen Abenteuer. Ein Teil von mir ruft: „Gönn dir eine Pause!“ Aber der andere Teil – der Abenteurer – sagt: „Weiter!“ Und ich höre natürlich auf den Verrückten in mir. 😉

Von Bled nach Ljubljana
Von Bled nach Ljubljana

Radreise Slowenien – Erste Pause mit tollem Ausblick

Langsamer fahren lernen – Vertrauen nach einem harten Vortag

Das Hotel ist großartig. Bequem, sauber – alles, was ich brauche. Ich freue mich auf Schlaf. Oder… ich würde mich freuen, wenn nicht plötzlich eine Mücke beschlossen hätte, den Endgegner des Tages zu spielen. Ich jage sie durchs Zimmer. Sie gewinnt. Sascha 0, Mücke 1. Ich werde gestochen wie ein Buffet und schlafe kaum. Und doch, als ich spät in der Nacht endlich Ruhe finde, denke ich: Trotz kaputten Bremsen, rasenden LKW, schiefen Gassen, Panzerband und Mücken – ich würde genau diesen Tag genauso wieder erleben. Morgen geht es Richtung Italien. Der Weg wird hart. Aber in mir brennt dieses Gefühl von Abenteuer, Freiheit, Glück. Und ich weiß: Das hier ist mein Weg – und ich fahre ihn weiter. ☀️🚴‍♂️

Von Bled nach Ljubljana
Von Bled nach Ljubljana

Bikepacking Alpen – Nur wenige Kilometer weiter liegt Ljubljana

Von Bled nach Ljubljana

Ankommen, Essen, Durchatmen – Ein leiser, ehrlicher Tagesabschluss

150 wörter – Endlich rolle ich hinein.
Golling ist bunt, charmant, voller verzierter Häuser und freundlicher Menschen.
Na ja… freundlich bestimmt.
Verstanden habe ich niemanden 😳
Der Dialekt hier ist irgendwo zwischen „Uralpisch“, „mittelalterlich“ und „Was habt ihr gerade gesagt?“ angesiedelt. Ich verstehe wirklich gar nichts. Spanisch kann ich nicht – aber ich hätte es hier besser verstanden als diese Sätze, die klingen wie eine Mischung aus Gesang, Gebrüll und zärtlicher Liebeserklärung an die Berge.
Also mache ich das einzig Logische:
Ich gehe asiatisch essen 😄
Da verstehe ich zwar auch nichts – aber immerhin klingt es vertrauter als der lokale Dialekt.
Mit vollem Bauch, müden Beinen und einem Herzen, das irgendwo zwischen Stolz und Vorfreude pulsiert, schlendere ich später durch die kleinen Gassen.
Tag 1 meiner Tour liegt hinter mir.
Und er hat alles geboten, was ein echter Anfang braucht:
Chaos, Schönheit, Kälte, Kaffee, Kühe, Soldaten, Berge, Dialekte – und diesen wunderbaren Moment, in dem ich denke:
„Ja. Genau hier beginnt mein Abenteuer.“
☺️ 🚴‍♂️ 💙 🌄

Mit dem Rad nach Kroatien Tag 2

Tag 2 war leiser als der erste – aber nicht weniger intensiv. Sonne, Staub und vorsichtige Kilometer haben gezeigt: Manchmal ist langsamer genau das Richtige. Morgen wartet das nächste Kapitel Richtung Italien.

Wissenswertes:

Die Strecke von Bled Richtung Ljubljana verbindet alpine Landschaften mit dichterem Verkehr und fordert vor allem Aufmerksamkeit. Wer abseits der Hauptstraßen bleibt, wird mit ruhigen Abschnitten, kleinen Dörfern und viel Natur belohnt. Offizielle Infos, Routenideen und Hintergründe zu Slowenien findest du hier: Slowenien Tourismus – slovenia.info.

Heute beginnt der Tag mit einem mulmigen Gefühl. Die App verspricht zwar, dass der Weg leichter sein soll als gestern, doch der Radfahrer spürt die Unsicherheit in sich. Sein Körper ist müde, die Muskeln brennen noch von den letzten Anstiegen. Und dann diese Frage, die ihn nicht loslässt: Kann er sich noch auf sein Rad verlassen? Die Bremsen haben gelitten, der Antrieb klingt nicht mehr frisch. Jeder Schlag über die Schotterpisten geht durch Mark und Bein – und er weiß, das Rad fühlt es genauso. Das Knarzen des Gepäckträgers begleitet ihn, ein nervöses Geräusch, das ihn wachsam hält. Mit jedem Schlagloch zieht die Last an Rahmen und Taschen. Ein Haltegurt scheuert sich langsam durch, schlägt bei jedem Ruck gegen den Reifen. Es ist fast, als ob das Rad ihm zuflüstert: Noch halte ich – aber nicht mehr lange. Doch unterwegs kann er nichts tun, außer weiterzufahren – angespannt, lauschend, immer mit dem Ohr am Rad. Der Weg nach Ljubljana bleibt fordernd. Steile Abfahrten, enge Kurven, hupende Autos, die dicht überholen. Die Bremsbeläge vibrieren, quietschen, rütteln bei jedem Druck auf den Hebel. Steine knacken unter den Reifen, die Kette klackert beim Gangwechsel, das Surren der Räder begleitet ihn wie ein Lied. Und doch spürt er etwas Neues: Die Angst verliert langsam ihre Macht. Mit jeder Kurbelumdrehung wird er ruhiger. Die Sonne wärmt sein Gesicht, der Fahrtwind kühlt den Schweiß, und plötzlich ist er da – der Flow. Keine Grübeleien mehr, keine dunklen Fragen. Nur der Rhythmus aus Atmen, Treten, Rollen. Das Rad und er verschmelzen, zwei angeschlagene Kämpfer, die gemeinsam stärker sind als allein. Erst am Abend, in seiner Unterkunft in Ljubljana, greift er zu dem Panzerband, das er in der Unterkunft bekommen hat. Mit ruhigen Händen wickelt er es um den Haltegurt. Unspektakulär, schlicht – und doch mehr als nur eine Reparatur. Es ist ein Versprechen: Auch wenn Bindungen reißen, auch wenn Lasten zu schwer scheinen – man kann sie wieder flicken. Nicht schön, nicht perfekt, aber stark genug, um weiterzugehen. Als er schließlich das Rad abstellt, die Hände vom Lenker löst und durchatmet, fühlt er sich nicht erschöpft, sondern erfüllt. Dieser Tag hat ihm gezeigt, dass selbst angeschlagene Dinge wieder halten können – auf der Straße und im Leben. Mit einem Lächeln denkt er: Wir sind nicht perfekt. Aber wir fahren weiter. Und das reicht.

So sah die Tour wirklich aus

Wer hier eigentlich unterwegs ist

Ich bin Sascha – der Kopf hinter lovingtailwind und der Typ,
der lieber mit Gegenwind als mit Stillstand lebt. Wenn ich nicht
gerade im Büro sitze, rolle ich irgendwo zwischen Ostsee, Harz
und „mal schauen, wo ich heute lande“ durchs Leben.

Auf lovingtailwind erzähle ich von den Momenten dazwischen:
vom Fluchen am Berg, vom Lachen im Regen, von kleinen Zufallsbegegnungen
und von diesem Gefühl, dass draußen alles ein bisschen leichter wird.
Wenn du solche Geschichten magst, bist du hier genau richtig.

  • 🚴 Liebt Touren, bei denen der Plan unterwegs entsteht.
  • 🌊 Fühlt sich am Meer genauso zuhause wie im Harz.
  • ☕ Glaubt, dass gute Geschichten mit Kaffee besser werden.

Mein Mountainbike läuft auf Muskelkraft – der Blogger dahinter auf Kaffee. ❤️

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