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Wenn Wege zu Reisen werden Mit dem Rad nach Kroatien Tag 3 – Berge und ein Held

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Die längste Etappe der Tour beginnt mit müden Beinen und großen Zweifeln – zwei Berge, brennende Bremsen und hunderte Gedanken. Doch irgendwo zwischen Asphalt, Waldwegen und der Grenze zu Italien zeigt sich, dass genau dieser Tag mir beweisen wird, wie viel stärker ich bin, als ich glaube. 🚴‍♂️✨

Mit dem Rad nach Kroatien Tag 3 – Berge und ein Held

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Mit dem Rad nach Kroatien Tag 3 beginnt mit schweren Beinen, Frühstückszweifeln und der Erkenntnis, dass heute keine Abkürzungen warten. Zwei Pässe, Hitze und kaputte Bremsen liegen vor mir – aber auch die Grenze nach Italien.

Die härteste Strecke der ganzen Tour

Die Strecke von Ljubljana nach Bosovizza war die härteste der ganzen Tour – zwei Berge, brennende Bremsen, Hitze, Schieben, Zweifel. Und doch war sie genau die richtige Wahl. Denn gerade hier habe ich gelernt, wie sehr mich Herausforderungen wachsen lassen. Die Grenze nach Italien, die Begegnung mit dem hilfsbereiten Mechaniker, die Wälder, die Ruhe und die Pizza im kleinen Dorf: All das erinnerte mich daran, dass die härtesten Wege oft die wertvollsten Momente schenken.
von Ljubljana nach Bosovizza
von Ljubljana nach Bosovizza

✨ Besonderheit des Tages

Der Moment, in dem der italienische Mechaniker trotz Urlaubs zusagte, meine Bremse zu retten – pure Erleichterung. Ein kleines Werkstattwunder, das die Weiterfahrt und meinen Mut sicherte. 🚴‍♂️

Manchmal reicht ein einziges Ja zur richtigen Zeit – und plötzlich fühlt sich selbst der schwerste Tag wieder nach Weiterfahren und Hoffnung an

Grenzlinien und Frühstückszweifel – Ein Tag, der schon beim Aufstehen brennt

Als ich an diesem Morgen in Ljubljana wach werde, spüre ich sofort: Heute wäre ein perfekter Tag für einen Ruhetag. Meine Beine fühlen sich an wie Gummi, meine Muskeln protestieren, und selbst beim Aufstehen knarzt gefühlt jeder Knochen. Doch ausgerechnet heute steht die längste Etappe der gesamten Tour bevor – zwei Bergpässe, jeweils über 1000 Höhenmeter. Kein Pausentag, kein Schieben auf morgen. Nur ich, mein Rad und zwei Berge, die gefühlt jede Stunde wachsen, je länger ich darüber nachdenke. 😅 Trotzdem: Die ersten 20 Kilometer laufen erstaunlich gut. Es geht über eine Bundesstraße – nicht hübsch, aber angenehm flüssig zu fahren. Der Verkehr rauscht vorbei, nicht freundlich, aber auch nicht lebensbedrohlich. Ich genieße für einen Moment diese Normalität. Nach den letzten Tagen voller Staub, Offroad-Abenteuer und Bremsendramen fühlt sich unspektakulär fast schon luxuriös an. In einem kleinen Café gönne ich mir einen Cappuccino und Wasser. Ich sitze in der Sonne, schaue über die Straße und vergesse für ein paar Minuten alles: die Sorgen um mein Rad, die kaputten Bremsen, die Länge der Strecke. Es fühlt sich an wie Urlaub – und irgendwie ist es das ja auch. Der Cappuccino beruhigt mich mehr als jede App-Analyse. Ich nehme den letzten Schluck, setze den Helm auf und denke: „Weiter geht’s… hoffen wir mal, dass es ein guter Tag wird.

von Ljubljana nach Bosovizza

Radreise Slowenien Italien – Langsam wird es wieder ländlich

🏔️ Asphalt, Angst & ein Antrieb, mit eigenen Ideen 😬

Doch schon wenige Kilometer später zeigt sich: Ein guter Tag wird es nur, wenn man „gut“ sehr flexibel interpretiert. Die Hauptstraßen haben keinen Randstreifen. LKW donnern vorbei, so nah, dass ich glaube, den Lack riechen zu können. Hupen, Überholmanöver, die keinen Sinn ergeben. Ich frage mich mehrmals, ob Fahrräder hier überhaupt zugelassen sind – oder ob ich gerade ein freiwilliges Survival-Experiment mache. Dann kommen die Steigungen. 15 bis 17 Prozent. Ich schwöre, ich habe kurz überprüft, ob die Straße einfach nur eine Wand ist. Ich schiebe. Dann fahre ich wieder. Dann schiebe ich wieder. Unglückliche Dorfbewohner schauen mich an, als wäre ich ein außer Kontrolle geratener Wanderzirkus. Wahrscheinlich haben sie nicht ganz unrecht. 😅 Plötzlich macht mein Antrieb merkwürdige Geräusche – ein Knacken, ein Rattern, ein Schleifen. Jedes Mal horche ich auf, hoffe, dass es gleich verschwindet. Spoiler: tut es nicht. Stattdessen begleitet es mich wie ein kleiner Störenfried, der ständig in mein Ohr flüstert: „Das wird noch schlimmer.“ Die Hitze macht alles schwerer. 27 Grad, Sonne von oben, kein Schatten. Ich fühle, wie mir die Energie davonschmilzt. Und dann die Abfahrten. Normalerweise liebe ich Geschwindigkeit. Heute? Pure Nervensache. Bei 40 km/h wird mir unwohl, ich bremse schon bei 35 auf 25 km/h herunter. Das Ergebnis: Bremsgeruch. Verbranntes Material. Die Art von Geruch, die dir ganz ruhig sagt: „Bruder… bald hast du ein Problem.“ 😬 Ich schiebe. Bergauf. Bergab. Manchmal, weil es zu steil ist, manchmal, weil ich mich nicht traue. Doch zwischendurch tauchen magische Momente auf: einsame Waldwege, Licht, das durch die Bäume fällt, verlassene Häuser, die Geschichten erzählen. Ich treffe Menschen, die gelassen Kaffee trinken, Tiere, die einfach leben, und irgendwo dazwischen komme ich selbst zur Ruhe. Trotz allem. Der Gedanke an die restlichen 100 Kilometer verklärt sich. Ich rolle weiter. Langsam. Aber mit Frieden im Kopf.

von Ljubljana nach Bosovizza
von Ljubljana nach Bosovizza

Alpenüberquerung Fahrrad – Von Ljubljana in den Wald

🇮🇹 Die Grenze nach Italien – Und ein Mechaniker wird zum Helden 💛

Nach Stunden, die sich wie drei Tage anfühlen, erreiche ich die Grenze. Ein kleines Schild, eine unscheinbare Schranke. Kein großes Tor, keine Kontrolle – einfach nur die Erkenntnis: Ich bin jetzt in Italien. Ich bleibe kurz stehen, atme tief durch. Ein stiller Sieg. Ein kleiner, sehr persönlicher Moment. Wenige Kilometer später erreiche ich Bosovizza – ein kleines Dorf kurz vor Triest. Ruhig, freundlich, gemütlich. Tante-Emma-Laden, Eiscafé, Apotheke. Mein heutiges Ziel. In der Unterkunft – eine Mischung aus Hostel und Wohlfühl-Labyrinth – frage ich vorsichtig nach einer Fahrradwerkstatt. Erwartung: null Hoffnung. Ergebnis: Der Betreiber lächelt, telefoniert, beschreibt mir den Weg zu einem Verwandten mit Werkstatt. Mein Herz macht einen Sprung. Ich gehe hin – doch der Mechaniker ist im Urlaub. 😩 Ich sehe mein Rad an, die Bremse, rieche den verbrannten Geruch, spüre Panik. Ohne Bremse kein Weiterkommen. Ich flehe den Mann, der die Werkstatt offenhält, fast an: „Bitte… nur die Bremsbeläge. Ich mache es selbst.“ Er schaut, denkt, nickt. Ich könnte ihn umarmen. Er sagt, er schafft es bis morgen. Mein Herz explodiert vor Erleichterung. Der Rest des Rades bleibt kaputt – Antrieb, Gurte, Tasche. Aber die Bremse? Die wird gerettet. Und mehr brauche ich heute nicht. ☺️

von Ljubljana nach Bosovizza
von Ljubljana nach Bosovizza

Bikepacking Triest – Ein Bahnübergang mal anders

von Ljubljana nach Bosovizza

🍕 Pizza, Eis & ein stilles Gefühl von Dankbarkeit 🍦

In der Unterkunft stellt sich heraus: Die Pizzeria gehört zum Haus. Und der Betreiber ist gleichzeitig Pizzabäcker. Ich bin skeptisch – die letzten drei Abendessen waren eher Magenlotterie. Aber ich habe keine Wahl. Ich bestelle eine Vier-Käse-Pizza. Und… sie ist der Hammer. Dünner Boden, frische Zutaten, Geschmack wie Urlaub pur. Ich verliebe mich spontan. Dazu ein italienisches Eis – cremig, süß, perfekt. 🍕🍦 Ich laufe durch das Dorf, lese ein Buch, atme Abendluft. Dann kommt unerwartet eine Nachricht von einer Freundin, die mir den Abend versüßt. Ein Lächeln breitet sich aus, warm und echt. Später falle ich ins Bett. Erschöpft, aber glücklich. Heute bin ich an meine Grenzen gegangen – körperlich und mental. Aber ich habe sie verschoben. Und das fühlt sich richtig gut an. Morgen wartet der nächste Abschnitt meiner Tour. Aber heute? Heute schlafe ich mit einem Lächeln ein. 😊

Mit dem Rad nach Kroatien Tag 3

Mit dem Rad nach Kroatien Tag 3 war ein Kampf – gegen Hitze, Zweifel und Technik. Aber manchmal reicht ein Mensch, der hilft, und ein Teller Pizza, um wieder Vertrauen zu fassen. Morgen wartet der nächste Abschnitt meiner Reise nach Kroatien.

Wissenswertes:

Der Grenzübertritt von Slowenien nach Italien ist für Radreisende unkompliziert und meist kaum markiert. Gerade in den Grenzregionen rund um Triest wechseln Landschaft, Sprache und Atmosphäre oft innerhalb weniger Kilometer. Offizielle Reiseinfos und Hintergründe findest du hier: Italien Tourismus – italia.it.

Der Radfahrer startet in den Tag mit müden Beinen, die noch die letzten Etappen spüren. Vor ihm liegt die längste Strecke – zwei Mal über 1000 Höhenmeter. Allein der Gedanke daran lässt die Muskeln schwer wirken. Und doch ist er erstaunlich ruhig. Denn er weiß: Jeder Tritt, so schmerzhaft er sein mag, bringt ihn weiter. Sein rotes MTB trägt die Spuren der vergangenen Tage. Die Kette springt nicht mehr so sauber, sie klackt im Rhythmus wie ein Herzschlag. Das Gepäck ächzt leise bei jedem Stoß, und doch rollt das Rad zuverlässig weiter. Er hört das Knacken im Lenker, das kurze Schleifen der kaputten Bremsbeläge, das Singen der Reifen, wenn sie über groben Asphalt huschen. Kleine Zeichen, dass auch sein Rad Narben hat – genau wie er. Und trotzdem: Gerade jetzt fühlt er sich mit seinem Rad untrennbar verbunden. Beide angeschlagen, beide kämpfend, beide stark. Und beide sind zuversichtlich, sie werden es schaffen, hier und auch zuhause. Während er die langen Steigungen hinaufklettert, denkt er über vieles nach. Wird er heute wieder Burger zum Essen kriegen aber auch über Dinge, die er ändern möchte, Entscheidungen, die vielleicht anstehen sowohl beruflich als auch privat. Doch heute sind sie leiser. Heute überwiegt die Kraft der Berge, die ihn tragen, statt ihn zu erdrücken. Und plötzlich ist da ein Bild in ihm, so zart wie der Wind selbst: eine Pusteblume. Keine am Wegesrand, sondern eine Erinnerung, ein Gedanke, den er nicht loslässt. Zerbrechlich, schwebend, doch voller Hoffnung. Er hält sie fest in seiner Vorstellung, als Zeichen dafür, dass manches bleibt, auch wenn es vom Wind verweht scheint. Die Straße zieht sich endlos, Schweiß rinnt von seiner Stirn. Und doch – er lächelt. Die Höhenmeter, die ihn sonst zermürben würden, geben ihm heute Kraft. Er fühlt sich frei, getragen, fast schwerelos. Es ist, als ob der Weg ihn nicht bricht, sondern neu formt. Er freut sich auf Italien. Weniger wegen dem Land sondern weil es ein weiteres Ziel ist, was er erfolgreich erreicht hat. Und auch wenn nicht immer alles so läuft wie er sich das vorstellt, öffnen sich immer wieder kleiner Türen, durch di er gehen kann. Manchmal ist es eine Reise und manchmal ist es eine gefundene Fahrradwerkstatt, genau zur richtigen Zeit. Als er am Abends sein Rad abstellt, über den abgenutzten Rahmen streicht und die Wärme des Metalls spürt, weiß er: Er hat wieder einen Sieg errungen. Nicht über die Straße, nicht über die Höhenmeter – sondern über sich selbst. Die Grübeleien sind verstummt, und was bleibt, ist das Gefühl, im Flow zu sein. Der Radler ist erschöpft, aber zufrieden. Der Tag war lang, die Höhenmeter unbarmherzig, und doch fühlt er sich gestärkt. Er gönnt sich ein riesiges Eis – Schokolade, Vanille und ein Hauch von Sahne, so groß, dass es kaum in die Schale passt. Mit jedem Löffel spürt er, wie sich Anstrengung in Glück verwandelt. Sein Rad, denkt er, hat diese Belohnung genauso verdient. Und so beschließt er, ihm bald neue Bremsen zu schenken – frische Kraft für ihren gemeinsamen Weg. Später, als der Abend sanft in die Nacht übergeht, meldet sich plötzlich eine alte Freundin. Unerwartet, wie ein Licht, das in der Dämmerung aufflammt. Sie schreiben lange, lachen und erinnern sich. Es ist, als ob der Tag nicht nur eine Etappe, sondern ein kleiner Neubeginn war. Der Radfahrer lehnt sich zurück, heute war mehr als nur eine Tour. Heute war ein Geschenk – an ihn, an sein Rad, und vielleicht auch an die Zukunft. Mit einem Lächeln schließt er die Augen. Morgen wartet der nächste Weg.

So sah die Tour wirklich aus

Wer hier eigentlich unterwegs ist

Ich bin Sascha – der Kopf hinter lovingtailwind und der Typ,
der lieber mit Gegenwind als mit Stillstand lebt. Wenn ich nicht
gerade im Büro sitze, rolle ich irgendwo zwischen Ostsee, Harz
und „mal schauen, wo ich heute lande“ durchs Leben.

Auf lovingtailwind erzähle ich von den Momenten dazwischen:
vom Fluchen am Berg, vom Lachen im Regen, von kleinen Zufallsbegegnungen
und von diesem Gefühl, dass draußen alles ein bisschen leichter wird.
Wenn du solche Geschichten magst, bist du hier genau richtig.

  • 🚴 Liebt Touren, bei denen der Plan unterwegs entsteht.
  • 🌊 Fühlt sich am Meer genauso zuhause wie im Harz.
  • ☕ Glaubt, dass gute Geschichten mit Kaffee besser werden.

Mein Mountainbike läuft auf Muskelkraft – der Blogger dahinter auf Kaffee. ❤️

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