lovingtailwind

Oberharz

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Manchmal muss etwas gehen, damit etwas Neues wachsen kann. Wenn ich durch den Harz fahre, sehe ich nicht nur abgestorbene Bäume. Ich sehe eine Geschichte. Eine Geschichte darüber, dass nichts für immer bleibt – weder die schönen noch die schweren Zeiten. Dieses Bild macht mich gleichzeitig traurig und glücklich. Traurig, weil ein Wald, der über Jahrzehnte gewachsen ist, innerhalb weniger Jahre verschwinden kann. Glücklich, weil die Natur niemals aufgibt. Zwischen den grauen Stämmen kämpfen sich bereits die ersten jungen Bäume ans Licht. Ganz leise. Ganz ohne Eile. Vielleicht erinnert mich der Harz deshalb so sehr an das Leben. Auch wir müssen manchmal Abschied nehmen. Von Menschen, von Träumen oder von Lebensabschnitten. Es schmerzt. Doch oft erkennen wir erst viel später, dass genau in diesem Ende bereits ein neuer Anfang verborgen lag. Der Wald zeigt mir, dass Veränderung nicht das Gegenteil von Leben ist. Sie ist das Leben. Und jedes Mal, wenn ich hier unterwegs bin, nehme ich diese Erkenntnis mit nach Hause – irgendwo zwischen den kahlen Baumstämmen, dem Wind und der Hoffnung, dass nach jedem Winter wieder ein Frühling kommt. 🌲
jeder Gedanke erzählt eine längere Geschichte. Wenn du weiterlesen möchtest, findest du hier den vollständigen Beitrag.