Camino Frances Teil 3: Cruz de Ferro & Klosterwärme
Reiseverlauf
Wenn das Herz mutiger wird als der Rucksack
In Camino Frances Teil 3 verändert sich etwas: Der Rucksack wird nicht leichter – aber das Herz wird mutiger.
Der Camino war für mich nie nur ein Wanderweg. Er fühlte sich an wie eine Kette aus Momenten, die sich wie kleine Perlen aneinanderreihten – manche unscheinbar, manche so hell, dass sie mir bis heute unter die Haut gehen.
Während ich mit meinem Rucksack über Felder, Berge und durch stille Wälder wanderte, lernte ich eines:
Nicht die Kilometer ändern dich, sondern die Orte, an denen du stehen bleibst. 🌿✨
Der Weg zu den Momenten, die bleiben
Drei dieser Orte haben mein Herz berührt wie kaum etwas zuvor: das Cruz de Ferro, ein kleines Kloster voller Wärme und eine Begegnung in Form eines zerbrechlichen Symbols.
Der Weg dorthin führte mich über steinige Pfade, durch kühle Morgenluft und langsame Sonnenaufgänge. Ich spürte den Druck der Rucksackgurte, hörte das rhythmische Knirschen meiner Schritte und dieses leise Knistern von etwas, das in mir arbeitete.
Vielleicht Hoffnung.
Vielleicht Heilung.
Vielleicht beides. 😊
Und dann stand ich vor einem der heiligsten Orte des Camino
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Fast wie in Herr der Ringe
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Ein einigen Tagen ging es mir auch so
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Beschwerlicher Weg
Cruz de Ferro – der Moment des Loslassens
Ich hatte viel vom Cruz de Ferro gehört. Ein schlichtes Holzkreuz auf einem Berg – und doch voller Kraft. Jeder Pilger bringt einen Stein hierher, als Symbol für das, was er loslassen möchte.
Als ich den Ort erreichte, stockte mir der Atem. Vor mir lag ein gewaltiger Berg aus Steinen – jeder einzelne ein Stück Leben: Schmerz, Verlust, Sehnsucht.
Ich setzte mich dazu, hielt meinen Stein in der Hand und dachte lange nach. Über alles, was ich mit mir herumtrug.
Tränen liefen mir über die Wangen – leise, ehrlich.
Als ich meinen Stein ablegte, fühlte es sich an, als würde etwas in mir zerreißen und gleichzeitig leichter werden.
Ich ging weiter.
Doch ein Teil von mir blieb dort oben. 🥾💛
Ein Kloster, ein Stern und ein stilles Geschenk
Ein paar Tage später führte mich der Weg in ein kleines Kloster. Von außen unscheinbar – innen voller Wärme und Ruhe.
Wir halfen beim Kochen, schnitten Gemüse, lachten gemeinsam. Für einen Moment fühlte ich mich wie Teil einer Familie.
Am Vormittag hatten die Nonnen einen selbstgebastelten Stern von einem Kind bekommen. Einfach, zerknittert, voller Liebe.
Am Abend legte mir eine Schwester genau diesen Stern in die Hand.
„Für dich“, sagte sie.
Ich war sprachlos.
Doch in diesem Moment fühlte ich mich gesehen.
Wertvoll.
Gemeint.
Seitdem trug ich den Stern im Rucksack – als Erinnerung daran, dass es auf diesem Weg nicht um Leistung geht, sondern um Menschlichkeit. 💛
Zwischen Regen, Zweifel und innerer Stärke
Die nächsten Tage waren hart. Regen peitschte mir ins Gesicht, die Sonne brannte, meine Kräfte schwankten.
Immer wieder stellte ich mir dieselbe Frage:
Warum mache ich das?
Doch die Antwort kam nicht laut.
Sie kam leise. Schritt für Schritt.
Der Camino zeigte mir meine Schwächen – aber auch meine Stärke. Er zeigte mir, dass ich fallen konnte und trotzdem weiterging.
Und langsam begann ich zu verstehen:
Es geht nicht darum, alles zu kontrollieren.
Sondern darum, weiterzugehen.
buen camino
Das Wunder der Gemeinschaft
Abends, in den Herbergen, wartete der eigentliche Zauber.
Pilger aus aller Welt saßen zusammen, teilten Brot, Wein und Geschichten. Manche lachten, manche weinten – aber niemand war allein.
Diese Abende fühlten sich an wie kleine Inseln der Geborgenheit.
Als würde der Camino uns sagen:
„Ihr müsst das nicht alleine tragen.“
Und vielleicht ist genau das der Kern dieses Weges:
Nicht die Orte.
Nicht die Kilometer.
Sondern die Menschen, die ihn mit dir gehen. 💛✨







