Radtour im Harz – mitten durch Regen und Wald
Mitten durch den Regen:
Eine Radtour im Harz, die alles andere als trocken war Es gibt Tage, da schreit einfach nichts nach einer Radtour. Der Himmel grau, die Motivation irgendwo zwischen Sofadecke und Kaffeetasse – und doch klicke ich mich in die Pedale. Heute ist so ein Tag. Der Wetterbericht spricht von „gelegentlichen Regenschauern“. Ein bisschen Niesel, dachte ich. Frische Waldluft, dachte ich. Naturromantik, dachte ich. Was ich bekam: eine nasse, wilde, absolut unvergessliche Fahrt durch den Harz. Schon beim Start bin ich noch leicht angeschlagen vom Vorabend. Die Beine sind schwer, der Kopf nicht ganz klar, und das Wetter gibt sich auch keine Mühe, mich zu überreden. Aber wer den Harz kennt, weiß: Selbst bei Regen hat dieses Mittelgebirge seine ganz eigenen, magischen Momente. Kaum angekommen, überrascht mich eine ungewohnte Stille. Der Parkplatz ist fast leer. Offenbar bin ich der Einzige, der sich heute freiwillig in den Wald wagt. Ich suche mir einen kleinen, unscheinbaren Pfad – und los geht’s.
Den Sommertag im Harz genießen
Regen und Schlamm
Kein Schauer, kein Tröpfeln. Es ist ein regelrechter Weltuntergang, der auf mich niedergeht. Hätte ich mein Zelt dabei, ich hätte es aufgeschlagen – zum Unterstellen, nicht zum Übernachten. Trotzdem fahre ich weiter. Ich bin nun schon mal hier. Und je nasser ich werde, desto egaler wird es. Irgendwann ist alles einfach durchnässt – Jacke, Hose, Socken, Schuhe, Laune. Okay, letzteres stimmt nicht ganz. Denn die Wege im Harz? Ein absoluter Traum.
Das Naturschutzgebiet
Zehn Minuten später bin ich klatschnass
Die Natur zeigt sich in ihrer ganzen, ruhigen Pracht. Kein Mensch weit und breit. Nur ich, das Fahrrad und der Wald. Das gleichmäßige Prasseln des Regens auf den Blättern wird zur Begleitmusik. Mein Herz pocht im Takt. Ich atme tief die kühle, klare Luft ein und denke: Genau deswegen bin ich hier. Doch irgendwann meldet sich mein Kreislauf. Ich hätte vielleicht doch frühstücken sollen. Aber eine Pommesbude im Wald? Fehlanzeige. Also Zähne zusammenbeißen, weiterfahren und von warmen Gedanken träumen. Von Kaffee. Von einem trockenen Handtuch. Von einer beheizten Umkleide.Eine Radtour im Harz, die bleibt
Nach zweieinhalb Stunden bin ich zurück. Eigentlich sollte die Tour nur zwei Stunden dauern. Aber Regen, Schlamm und ein paar unfreiwillige Bodenproben kosten Zeit. Ich sehe aus wie ein lebendiger Waldboden. Mein Bike ist nicht besser dran. Gemeinsam haben wir eine ordentliche Schlammpackung hinter uns. Ich denke kurz darüber nach, mir bei Globetrotter einen Pullover zu kaufen. Irgendwas Warmes, Trockenes. Aber ich entscheide mich um. Ich will jetzt nur noch eins: Essen. Und einen Kaffee. Ganz dringend einen Kaffee.Fazit?
Diese Tour war anstrengend, nass, chaotisch. Aber auch wunderschön, befreiend und ein kleines bisschen verrückt. Genau das macht solche Tage unvergesslich. Der Harz im Regen? Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Und beim nächsten Mal? Da packe ich die Regenjacke ein. Versprochen ☺Momente unterwegs
Manche Eindrücke lassen sich nicht in Worte fassen. Diese Bilder sind unterwegs entstanden – zwischen Wind, Wegen und kleinen Pausen. Sie erzählen von Stimmungen, Licht und Augenblicken, die bleiben, auch wenn die Tour längst vorbei ist.
Das könnte dein nächstes Abenteuer werden
Jede Reise hier hat etwas in mir verändert.
Vielleicht weckt eine davon auch in dir ein kleines Ziehen, ein Kribbeln oder eine Idee, die sagt:
„Vielleicht sollte ich mal wieder los.“
Und genau dafür sind diese Seiten da.
Mein Mountainbike läuft auf Muskelkraft – der Blogger dahinter auf Kaffee. ❤️
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