Hoya Fahrradtour – unterwegs bei „Hoya macht mobil“
Hoya macht mobil – ein Tag, der bewegt
und mein Herz gleich mit
Ein Frühlingstag wie aus dem Bilderbuch – es ist einer dieser raren Tage, an denen sich alles richtig anfühlt. Die Sonne wärmt schon früh am Morgen mein Gesicht, als ich das Fahrrad aus dem Schuppen rolle. Ich spüre es: Heute wird ein besonderer Tag. Denn heute findet endlich die lang ersehnte Fahrradtour „Hoya macht mobil“ statt! Wochenlang habe ich darauf hingefiebert – und jetzt geht’s los. Ich bin aufgeregt, aber auf die beste Art. Ein bisschen wie vor dem ersten Schultag – nur mit Helm und Wasserflasche statt Schulranzen.
Schon auf dem Weg zum Marktplatz steigt meine Vorfreude. Überall sehe ich Menschen mit Fahrrädern: Familien, Freundesgruppen, ältere Paare auf E-Bikes, sportliche Draufgänger mit Carbonrädern. Kinder lachen, Hunde kläffen aufgeregt in ihren Körbchen. Der Marktplatz von Hoya ist heute das Zentrum der Mobilität, der Gemeinschaft – und ein Ort der guten Laune. Die Stimmung ist ansteckend. Als der Bürgermeister uns alle begrüßt, bedankt sich bei den Organisatoren und das Startsignal ertönt, ist es, als würden alle gleichzeitig lächeln. Aufsitzen. Treten. Losfahren. Freiheit!
Durch die Dörfer
Unterwegs entlang der Weser: Natur, Gespräche und Frühlingsluft
Die Strecke führt uns an der Weser entlang. Und was für eine Route das ist! Malerische Kurven, blühende Wiesen voller Margeriten, Mohn und Löwenzahn. Fachwerkhäuser wie aus einem Heimatfilm, die sich an den Straßenrand schmiegen. Ich radle gemeinsam mit meiner Freundin – sie ist klein, quirlig und immer für einen Scherz zu haben. „Wetten, ich bin als Erste an der nächsten Raststation?“ ruft sie mir zu, und schon tritt sie kräftig in die Pedale. Ich lache, trete hinterher, aber genieße es, mich treiben zu lassen. Der Fahrtwind streicht durch meine Haare, Vögel zwitschern von den Bäumen, und über allem liegt dieser Geruch von Gras, Erde und Frühling. Immer wieder halte ich inne – nicht, weil ich erschöpft bin, sondern weil ich schauen will. Diese Farben, dieses Licht, diese Atmosphäre man möchte sie in ein Einmachglas füllen und für graue Tage aufheben.Gemeinsam radeln: Begegnungen auf der Hoya Fahrradtour
An einem kleinen Rastplatz mit Blick auf die Weser machen wir Halt. Ein Bauernhof mit Hofladen hat alles vorbereitet: Frisch gepresster Apfelsaft, selbst gebackene Kuchen, dick belegte Brote mit Käse und Schinken. Wir setzen uns an einen Holztisch unter einem alten Apfelbaum. Die Gespräche plätschern wie der Fluss neben uns. Ich unterhalte mich mit einem älteren Ehepaar, das seit Jahren mitfährt. Sie erzählen, dass sie hier jedes Jahr neue Menschen kennenlernen – und manchmal sogar Freunde fürs Leben. Ich nippe an meinem Apfelsaft, höre zu, schaue mich um und denke: Das ist genau das, was ich gebraucht habe.
Gute Radwege überall
Im Takt der Landschaft – Wald, Wiesen und Wasser
Gestärkt geht es weiter. Die Strecke führt nun durch ein schattiges Waldstück. Die Temperatur sinkt leicht, das Licht ist gedämpft, golden. Sonnenstrahlen brechen durch die Blätter, tanzen auf dem Boden, als wollten sie mit uns Rad fahren. Das Klicken der Ketten, das leise Summen der Reifen – all das fügt sich zu einer Melodie, die nur hier draußen erklingt. Ich lasse die Gedanken fliegen. Den Alltag, die Verpflichtungen, die Sorgen – sie alle sind weit weg. Ich bin einfach nur hier. Und das reicht. Neben mir läuft ein Stück die Weser mit, als würde sie uns begleiten. Es plätschert, gluckert, fließt – genau wie ich. Es ist dieser Moment im Wald, in dem ich denke: Ich bin angekommen. Nicht nur hier – sondern bei mir selbst. Ein kleiner Junge überholt uns fröhlich klingelnd. Auf seinem Helm prangt ein selbstgemaltes Piratenmotiv. Seine Mutter lacht ihm hinterher. Ich winke ihm zu, er strahlt. Und wieder denke ich: Wie schön es ist, wenn Generationen sich begegnen – einfach so, beim Radfahren.Ein Ziel wie aus dem Bilderbuch
Nach etlichen Kilometern – die sich eher wie eine schöne Geschichte anfühlen als wie Sport – erreichen wir am späten Nachmittag unser Ziel. Eine weitläufige Wiese direkt am Flussufer, eingerahmt von Bäumen, die im Wind rauschen. Und hier wartet die Überraschung: Ein kleines Volksfest! Musik liegt in der Luft, Kinder toben auf einer Hüpfburg, Menschen tanzen, lachen, plaudern. Es gibt frisch Gegrilltes, Salate, Kuchen – ein Fest für alle Sinne. Ich suche mir einen Platz im Gras, ziehe die Schuhe aus und lehne mich zurück. Die Sonne taucht den Himmel in Pastelltöne – Rosa, Gold, ein Hauch von Violett. Neben mir liegen Menschen, die ich heute erst kennengelernt habe, aber mit denen ich bereits Erinnerungen teile. Wir reden über Fahrräder, über Lieblingsrouten, über das Leben. Irgendjemand spielt Gitarre. Ich schließe kurz die Augen und denke: Genau so fühlt sich Glück an.Fazit: Warum diese Fahrradtour in Hoya bleibt
Langsam wird es Abend. Die Sonne verabschiedet sich mit einem letzten Funkeln auf dem Wasser. Ich steige wieder aufs Rad – ein wenig müde, aber durch und durch zufrieden. Die Rückfahrt ist ruhig. Die Gespräche werden leiser, der Wind kühler, das Licht sanfter. Ich fahre in meinem Tempo, lasse den Tag Revue passieren: Die Wiesen, die Begegnungen, der Apfelsaft, das Lachen. Ich fühle mich voll – nicht satt, sondern erfüllt. Und ich weiß jetzt schon: Nächstes Jahr bin ich wieder dabei. Vielleicht mit einem Hund im Korb, vielleicht mit neuen Freunden, vielleicht mit einer noch besseren Kondition. Aber ganz sicher mit dem gleichen Lächeln im Gesicht. Mein Fazit? Ganz einfach: Hoya macht glücklich. Und mobil. Und Lust auf mehr. Hoya, du kleines Juwel an der Weser – du hast mein Herz erobert. Mit deinen Wegen, deinen Menschen, deiner offenen Atmosphäre. Danke für diesen Tag. Danke für dieses Erlebnis. Danke für den kleinen Urlaub mitten im Alltag. 🚴♀️Momente unterwegs
Manche Eindrücke lassen sich nicht in Worte fassen. Diese Bilder sind unterwegs entstanden – zwischen Wind, Wegen und kleinen Pausen. Sie erzählen von Stimmungen, Licht und Augenblicken, die bleiben, auch wenn die Tour längst vorbei ist.
Das könnte dein nächstes Abenteuer werden
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„Vielleicht sollte ich mal wieder los.“
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