Alpe Adria Radreise Tag 2: Kälte, Chaos & Ankunft in St. Johann
Kälte, Chaos, Sonne – und genau der richtige Weg
Die Alpe Adria Radreise Tag 2 führt mich von frostigem Morgenchaos über falsche Abzweigungen bis nach St. Johann – und genau das macht diese Etappe so besonders.Trotz Kälte, falscher Abzweigungen und einer unerwarteten Fahrt auf der Schnellstraße war die Route nach St. Johann eine großartige Entscheidung. Die Strecke bot atemberaubende Bergblicke, sonnige Wiesen, herzliche Begegnungen – wie den hilfsbereiten Bäcker – und echtes Abenteuerfeeling. Jeder Höhenmeter fühlte sich lohnend an, weil er mich näher zu beeindruckender Landschaft, neuen Erfahrungen und einem wohlverdienten Pool brachte. Diese Tour zeigte mir, dass gerade die ungeplanten Momente die Reise unvergesslich machen.
✨ Besonderheit des Tages
Die ungewöhnlichste Szene des Tages in St. Johann: Meine verbotene Abkürzung führte mich mitten auf eine Schnellstraße – hupende Autos, Züge neben mir, und ich mittendrin. Chaos pur, aber unvergesslich.
Ein frostiger Start in die Alpe Adria Radreise Tag 2
Der zweite Tag meiner Alpe-Adria-Tour beginnt mit einem einzigen Gefühl: Kälte. Bei 5 Grad fühlt sich der Morgen eher nach Herbstwanderung als nach Sommerabenteuer an 🥶. Ich schwinge mich auf meiner Radreise Alpen Etappe trotzdem motiviert aufs Rad – heute geht’s nach St. Johann. Vermutlich benannt nach einem Heiligen… aber nach gestern frage ich besser nicht nach 😬.
Die ersten Kilometer sind pures Postkartenmaterial: Berge ragen in die Höhe, Wiesen glänzen im Sonnenlicht, und mein Körper taut langsam auf. Ich summe vor mich hin, genieße die klare Luft – und biege dann, mit meinen absolut hervorragenden Navigationskenntnissen, natürlich falsch ab 🙄.
Ja, da stand ein Schild.
Ja, da stand „Fahrrad verboten“.
Und ja, ich dachte wirklich: „Das gilt bestimmt nicht für mich!“ 😇
Bis ich auf einer Schnellstraße lande. Zwischen Zügen und Autos.
Ich bin der einzige Radfahrer weit und breit, und die Straße ist wegen einer Riesen-Staumeldung in den Nachrichten. Und nein – ich war’s nicht! 😬
Trotzdem hupen mich die Autofahrer freundlich an und ich nehme das einfach mal als: „Schön, dass du da bist!“ ☺️🚗📣☀️
Radreise Salzburg St. Johann: Ein beeindruckener Anblick
Wenn Abzweigungen lügen – Chaos auf dem Weg nach St. Johann
Irgendetwas klappert.
Ich prüfe mich selbst: Alles fest.
Dann das Rad: Aha. Eine Schraube hat sich gelockert ☝️
Natürlich genau jetzt.
Wer hilft in so einer Situation?
Der ADAC? Nicht in St. Johann!
Der Heilige Johann persönlich?
Nein. Der Bäcker.
Klar! 😄
Ich rolle zu ihm, schildere mein Leid – und er drückt mir nicht nur Werkzeug, sondern gleich noch einen Kaffee in die Hand.
Ich steh da, schraub an meinem Rad, trinke Kaffee und denke: „Wenn das kein göttlicher Service ist, weiß ich auch nicht.“ ☺️🥐
Wenig später sitze ich wieder auf dem Sattel – und plötzlich sind es statt 5 Grad nun 26 Grad. In der prallen Sonne. An Bahngleisen entlang.
Mein Körper fragt mich ernsthaft: „Was ist denn heute bitte los?!“
Ich bin mir sicher, meine Haut arbeitet bereits an einem Sonnenbrand 🥵.
Abgesehen vom Schnellstraßen-Abenteuer führt der Weg über ruhige Feldwege, mit beeindruckenden Blicken auf die näher rückenden Berge.
Diese Riesen stehen da wie Torwächter, die mich streng anschauen und sagen: „Na los, komm hoch!“
Und ich so: „Macht ihr Spaß?“ 😳
Denn alles, was ich gestern locker bergab gefahren bin, fahre ich heute wieder bergauf.
Nur… nicht locker.
Eher so: „Warum tu ich mir das an?“ 🚵♀️😬
Radreise Alpen Etappe: Von der Schnellstraße auf Feldwege Richtung St.Johann
Der Bäcker, der Kaffee und die lose Schraube
Gegen frühen Nachmittag ist es endlich soweit: Ich rolle erleichtert auf meiner Radreise Alpen Etappe in St. Johann ein.
Und sehe etwas, das meine müden Beine sofort jubeln lässt:
MEIN HOTEL HAT EINEN POOL 😛💦
Ich gehe an die Rezeption, frage nach einer Leihbadehose – denn natürlich habe ich keine dabei – und was soll ich sagen?
Meine Größe war vorrätig.
Das Universum meint es gut mit mir ☺️✨
Fünf Minuten später liege ich am Pool.
Weitere fünf Minuten später war ich schon zweimal drin.
Obwohl meine Beine brennen, fühlt sich das Wasser an wie eine Umarmung nach einem harten Tag.
Ich liege da, blinzle in die Sonne, spüre die Anstrengung in mir – und gleichzeitig diese unglaublich leichte Freude, die nur auf echten Reisen entsteht. Dieses Gefühl von:
„Ich bin genau am richtigen Ort.“
Die Anstiege heute waren heftig.
Die Hitze war extrem.
Die Navigation… naja… ausbaufähig 😬
Aber ich hab’s geschafft.
Und ich bin stolz. ☺️
Radreise Salzburg St. Johann: Die Brücke wirkt wie ein Spielzeug gegenüber den Bergen.
Ankunft in St. Johann: Erschöpft, glücklich und im Pool
Nur Hoffnung und meine berühmten Spitzennavigationskenntnisse 😬😉
Aber das ist es ja, was diese Reise ausmacht:
Nicht zu wissen, was kommt.
Nicht sicher zu sein, ob der Weg richtig ist.
Und trotzdem weiterzufahren.
Denn jedes Chaos, jede Abzweigung, jede Überraschung macht diese Tour zu meinem Abenteuer.
Und ich freue mich schon auf den nächsten Tag – egal, was meine Navigation daraus macht 🚴♂️✨
Alpe Adria Radreise Tag 2
Ein Tag voller Kälte, Chaos und kleiner Wunder endet hier – doch die Alpe-Adria-Reise ist noch lange nicht zu Ende.
Die Region rund um St. Johann im Pongau ist ein beliebtes Ziel für Radreisende, da sie alpine Landschaft mit gut ausgebauten Radwegen verbindet. Besonders entlang der Salzach lassen sich viele Etappen sicher und landschaftlich reizvoll fahren.
Radfahren im Salzburger Land
Der Radfahrer startet in diesen Morgen hinein wie in einen tiefen Atemzug: kalt, klar, beinahe schneidend. 5 Grad fühlen sich für ihn an wie das leise Knacken vereister Zweige – eine Erinnerung daran, dass echte Abenteuer selten warm beginnen. Die Luft riecht nach Bergwiesen, die Sonne tastet sich vorsichtig an den Horizont, und in seinem Inneren mischen sich leichte Erschöpfung und erster Mut zu einer seltsamen, aber tröstlichen Melodie.
Als er falsch abbiegt, klingt sein Herz wie eine schlecht eingestellte Gangschaltung: ratternd, unsicher – aber irgendwie funktionierend. Die hupenden Autos auf der Schnellstraße rauschen wie ungeduldige Flusswellen an ihm vorbei, doch statt Angst spürt er ein überraschendes Gefühl von Freiheit. Es ist dieses Chaos, das ihn wach macht, ihn spüren lässt, dass er lebendig ist.
Dann der Bäcker, der Kaffee, das Werkzeug – warme Menschlichkeit inmitten klappernder Schrauben. Der Radfahrer lächelt. Manchmal ist das Leben eben ein quietschendes Pedal, das nur einen freundlichen Handgriff braucht.
Als die Temperatur auf 26 Grad steigt, fühlt er sich wie ein Stück Metall, das unter der Sonne ausdehnt. Die Hitze knistert auf seiner Haut wie feine Funken. Die Berge vor ihm wirken wie mächtige Verstärker seiner Gedanken: streng, hoch, aber irgendwie ermutigend. Jeder Anstieg klingt in seinen Beinen wie ein tiefes Dröhnen, aber er tritt weiter – Schritt für Schritt, Zahnrad für Zahnrad.
Und am Ende des Tages, im Wasser des Pools, lösen sich seine Gedanken wie Staub im Wind. Die Erschöpfung bleibt – aber sie fühlt sich plötzlich freundlich an.
Der Radfahrer versteht:
Dieser Tag war schwer.
Aber er war gut.
Und morgen?
Wird wieder ein Abenteuer.
Momente unterwegs
Manche Eindrücke lassen sich nicht in Worte fassen. Diese Bilder sind unterwegs entstanden – zwischen Wind, Wegen und kleinen Pausen. Sie erzählen von Stimmungen, Licht und Augenblicken, die bleiben, auch wenn die Tour längst vorbei ist.
Lass doch einfach was da
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